Verlustangst heilen

Verlustangst heilen

Wie kann ich meine Verlustangst heilen?

Der Leser erfährt, wie er seine Verlustangst heilen kann.

Der erste Schritt zur Heilung der Verlustangst

Sehen Sie Ihre Angst als Ihre Angst und stehen Sie dazu. Das ist der erste Schritt in Richtung Verlustangst heilen. Niemand trägt eine Verantwortung für Ihre Angst. Können Sie hier mitgehen oder hat Ihnen schon jemand was anderes erzählt?

Welche Rolle spielen die Eltern beim Heilen meiner Verlustangst?

In über 95 % aller Fälle wird in Therapien und Coachings die Schuld für ein persönliches Dilemma bei den Eltern gefunden. Wenn dem so wäre, hätten auch die Eltern Ihrer Eltern usw. eine Schuld bzw. Missverhalten auf sich geladen. Wir kämen schnell zu Adam und Eva um dort die Urschuld zu verorten. Es mag sich für kurze Zeit gut anfühlen, nicht selbst verantwortlich zu sein, aber Ihr Problem ist damit noch lange nicht gelöst und das Verhältnis zu Ihren Eltern könnte bis auf unbestimmte Zeit getrübt sein. Gehen Sie einfach davon aus, Ihre Eltern haben zu jeder Zeit das Ihnen Mögliche getan. An diesen Satz wird sich der eine oder andere aufreiben, vielleicht auch mit Recht. Das ändert aber nichts an der generellen Aussage. Anders ist es bei der über Generationen überlieferten Angst vor Grausamkeiten in Kriegen, die Grausamkeiten im Holocaust etc.

Wie ist der aktuelle Stand der Wissenschaft?

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft werden starke emotionale Erregungen wie dem Tod ähnliche Gefahren in unserem Erbgut verschlüsselt abgelegt und bilden mit den eigenen Erfahrungen unser heutiges Gefühlsleben, d. h. diese Ängste leben diffus in uns weiter.

Erstmal einen Test machen bevor es an die Heilung der Verlustangst geht!

Bitte dazu den Blogbeitrag Verlustangst Symptome lesen. Hier habe ich gängige Verlustangst Symptome zusammengefasst. Ich empfehle Ihnen jedoch auch einen Test zu machen. Dazu habe ich ein Formular für Sie vorbereitet.

Was, wenn der Test zeigt, "Ich habe eine ausgeprägte Verlustangst"?

Je nach Ausprägung Ihrer Verlustangst kommen heute verschiedene Verfahren zum Einsatz.

Zu nennen sind hier folgende Standard-Therapieformen:

  • Extinktion - ist eine Lernmethode, ein Lernprozess, nachdem bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen nicht mehr gezeigt werden. Diese Methode wird bei Zwangsstörungen angewendet. Wenn z. B. der Kontrollzwang so stark ist, das er Ihr Alltagsleben bestimmt. bzw. stark beeinflusst.
  • Verhaltenstherapie - es wird Ihr Verhalten analysiert und ein Änderungsplan und Zeitfenster der Umsetzung entworfen.
  • kognitive Verhaltenstherapie - mittels der sokratischen Gesprächsführung werden Ihnen Ihre Gedanken und Lebensgrundsätze aufgezeigt, die nicht hilfreich für die Bewältigung des Alltags bzw. Ihres Problems sind. Hier werden alle Gedanken erfasst, bewertet und im Dialog mit Vor- und Nachteilen andere Denkmuster entwickelt, die ebenso angewendet werden könnten.

Gemeinsamkeiten der aktuell angewendete Therapiemethoden

Die genannten Methoden haben u. a. folgende Gemeinsamkeiten:

  • Die Standardmethoden sind Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt worden, d. h. sie sind ca. 100 Jahre alt. Natürlich hat es Weiterentwicklungen, Vertiefungen, Verfahrensanpassungen gegeben aber im Grunde sind es immer noch die Verfahren aus der Anfangszeit der Psychologie.
  • Die Dauer einer Therapie beträgt bis zu 50 Stunden.
  • Die Therapien sind teuer. 

Welche Weiterentwicklungen gab es?

Das Gebiet der Neurologie entstand. Die Neurologie hat bedeutende Erkenntnisse darüber wie unser Gehirn funktioniert geliefert. Noch bis Mitte der 1990er Jahre war die Wissenschaft der Meinung, unser Gehirn ändert sich im Erwachsenenalter nicht mehr. Das hatte zur Folge, dass sich auch die Methoden zur Behandlung von psychischen Störungen sich mehr auf das Verhalten, was man ja ändern kann, konzentriert haben.  Im Jahre 2000 erhielt Dr. Eric Kandel den Nobelpreis für Medizin oder Physik. Spätestens seit dieser Zeit ist klar, dass sich das Gehirn verändert und zwar jeden Tag. Der Begriff der Neuroplastizität wurde geprägt. Mit der Einführung der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) wurde es möglich, den unterschiedlichen Bereichen des Gehirns Funktionen zuzuordnen.

Wie ging es weiter?

Es wird langsam klarer, wie die Informationen, die wir täglich aufnehmen, abgelegt und uns wieder nützlich werden, wenn wir sie abrufen.

Besondere Bedeutung hat hier der Bereich des sogenannten Limbischen Systems. Dieses Limbische System gehört entwicklungsgeschichtlich zu den ältesten Bestandteilen unseres Gehirns. Hier werden Emotionen abgelegt.

Was ist der Normalfall?

Im Normalfall sind Emotionen mit Informationen aus unserer Umgebung verknüpft. Diese Verknüpfung kann aber erst passieren, wenn das Großhirn - der neuere Teil unseres Gehirns - eine gewisse Reife erfahren hat. Das ist aber erst ab dem 6. Lebensjahr der Fall. Das bedeutet, bis dahin ist das Gehirn noch gar nicht ausgereift, um Emotionen und logisches Denken miteinander zu verbinden. Dinge, die in der Zeit bis zum 6. Lebensjahr geschehen sind, spüren wir zwar, aber wir können sie nicht deuten. Es fehlt die Verbindung der Emotion mit einem tatsächlichen Ereignis, der Person, der Umgebung etc. Um welche Emotionen kann es hier gehen? Angst davor, allein gelassen zu werden.

Warum schreit ein Baby?

Diese Angst ist uns angeboren und ist besonders im Babyalter wichtig. Das Baby schreit, um Aufmerksamkeit, Nahrung, Wärme oder Zuneigung zu bekommen. Es testet also mit seinem Schreien, ist jemand da für mich? Stellt sich heraus niemand ist da, dann wird die Angst sterben zu müssen groß. Das Kind schreit zwar weiter, aber im Gehirn wird das entstandene Gefühl "weggeschaltet". Hier entsteht eine Form der Verlustangst.

Der Vorgang des "Wegschaltens" des Gefühls ist jedoch auch bei Erwachsenen zu beobachten bei den Posttraumatischen Belastungsstörungen.
Personen, die schwere Kriegserlebnisse, Unfälle, Vergewaltigungen, Brutalität in der Familie, der sie hilflos ausgesetzt waren oder erlebt haben, erleiden oft ein
Trauma

Heute hat man erkannt, nur wenn Gefühle und Umgebungsinformationen zusammengeführt werden, kann Heilung erfolgen. Das spielt besonders beim Heilen der Verlustangst eine Rolle.

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